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Herzlich willkommen beim Förderverein Krankenhaus Spaichingen e.V.

Spaichingen und sein Umland im nördlichen Landkreis Tuttlingen brauchen dringend wieder eine Verbesserung der medizinischen und pflegerischen Versorgung. Der Förderverein Krankenhaus Spaichingen sieht sich hier in der Verantwortung. Er will dazu beizutragen, dass am Standort des Gesundheitszentrums Spaichingen rasch innovative und wirksame Strukturen zur Verbesserung der Gesundheit unserer Menschen aufgebaut werden. Wir bringen uns dazu mit konstruktiven Beiträgen in Politik und Gesellschaft ein. Unterstützen Sie uns dabei!

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Stellungnahme FÖVKS am 12. April 2021

Sehr geehrter Herr Landrat Bär, sehr geehrter Herr Bürgermeister Hugger,
sehr geehrte Damen und Herren,

der Bürgerdialog hat noch einmal gezeigt, wie wichtig das Thema Gesundheitsversorgung im Landkreis allen Bürgerinnen und Bürgern ist. Mit viel Engagement und guten Ideen war unter den Beteiligten ein großer Wille und eine ansteckende Aufbruchstimmung zu spüren.

Als ehrenamtliche Vertreter des Fördervereins sehen wir unsere Aufgabe umso mehr darin, den Veränderungsprozess im Sinne der Bürgerinnen und Bürger konstruktiv, aber auch kritisch zu begleiten. Wir beleuchten alles im Zusammenhang mit dem Gesundheitszentrum mit besonderer Aufmerksamkeit, insbesondere die sogenannten „gesetzten Punkte“. Diese sind für die Realisierung einer zukunftsfähigen Gesundheitsversorgung im nördlichen Landkreis unerlässlich.

Wir erwarten – ganz entsprechend den Beschlüssen des Kreistags – die rasche Gewinnung von Ärzten, die rasche Verwirklichung der EAV und der solitären Kurzzeitpflege sowie die Weiterentwicklung und Optimierung des Zentrums für ambulante Operationen.

Was wurde diesbezüglich in den letzten eineinhalb Jahren erreicht? Dazu erinnere ich daran, dass dem Kreistag damals bei seiner Entscheidung im Oktober 2019 ein Zeitplan präsentiert wurde, bei dem der Umwandlungsprozess mit Eröffnung des IGZ zum Jahresende 2020 (!) abgeschlossen sein sollte. Auch unter Berücksichtigung von Corona muss folgendes kritisch beleuchtet werden:
  • Die Verhandlungen mit einer sehr erfahrenen Trägereinrichtung für die „solitäre Kurzzeitpflege“ haben gezeigt, dass es vor allem aus wirtschaftlichen Gründen sehr heraufordernd, wenn nicht gar unmöglich ist, die ursprüngliche Konzeption umzusetzen. Stattdessen besteht das Vorhaben nun in dem bestechend präsentierten und innovativen Konzepts eines Pflegehotels. Eine sehr gute Idee wie wir finden, die aber bisher nur ein Vorhaben ist.
  • Nun aber sollen Aufbau des IGZ und des Pflegehotels miteinander verbunden werden. Das würde bedeuten, dass plötzlich von einer Zeitschiene von 2-3 Jahren die Rede ist. Wir fordern die Einhaltung der gemachten Versprechungen. Die Verbindung der EAV mit dem Pflegehotel darf nicht zu einer Verzögerung von 2-3 Jahren führen!
  • Nicht unerwartet (aber natürlich sehr schlecht!) wurde bisher noch kein einziger der im Oberender-Gutachten geforderten sechs Fachärzte gefunden, die für die Betreibung der EAV erforderlich sind und die aufgrund der schlechten ärztlichen Versorgung im nördlichen Landkreis dringend benötigt werden.
  • Wir finden es gut und wichtig, dass das Zentrum für ambulante Operieren in Spaichingen bleiben wird. Aber auch hier gibt es dringenden Weiterentwicklungsbedarf, denn das ZAO ist heute weder leistungsfähig noch wirtschaftlich. Durch den Abzug der Mitarbeiter und die Schließung in der zweiten Corona-Welle, waren Ärzte gezwungen, sich Alternativen zu suchen. So wissen wir von einem ursprünglich im ZAO operierenden Arzt, dass die Stunde „Operationszeit“ in Freiburg nur die Hälfte kostet! D.h. auch hier haben wir weiter verloren und noch nichts gewonnen.

Wir fassen zusammen:

Der Bürgerdialog war eine wirklich gute Sache. Er hat zu ergänzenden und konzeptionell interessanten Ideen geführt. Status quo im Umwandlungsprozess ist allerdings, dass dieser hoffnungslos verzögert und in zentralen Punkten bisher nur im Stadium eines „Konzepts“ ist. Ein Vierteljahr nach dem ursprünglich versprochenen Eröffnungstermin erwarten wir endlich Fakten statt Konzepte. Als Förderverein werden wir die Realisierung selbstverständlich konstruktiv unterstützen. Dass dies möglich ist, zeigen gute Beispiele realer innovativer Modelle an anderen Standorten.